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Das Klonen – Serienepisode oder Realität?

Fernseher mit 3D-Funktion, Uhren, mit denen man telefonieren kann, Handys mit Gesichtserkennung. Heutzutage findet man die neuesten Technologien in jeder Stadt und jedem Haushalt wieder. Der Bezug zur Realität nimmt ab, unser Leben befindet sich mittlerweile nur noch im Internet.

Mit welchen Gefahren hat man bei den Social Media Seiten zu rechnen? Was wissen Google, Whatsapp, Snapchat und Co. tatsächlich von unserem Leben?

Genau mit diesen Konsequenzen beschäftigt sich die Serie „Black Mirror“.                                         „Wenn Technik eine Droge ist – und es fühlt sich wie eine Droge an – was genau sind dann die Nebenwirkungen? Dieser Bereich, zwischen Vergnügen und Unbehagen, ist der Schauplatz der Serie“, sagt Charlie Brooker, Produzent von Black Mirror, zur Zeitung The Guardian.

In der ersten Folge der zweiten Staffel beschäftigt sich die Serie mit dem Klonen und wie viele Informationen über einen Menschen im Internet kursieren. Dort wird nach dem Tod eines Menschen, mithilfe aller Audio- und Videoaufnahmen sowie Facebook-Kommentaren, Instagrambildern und vielem mehr, ein Klon dieser Person erstellt. Durch den Internetauftritt kann die Stimme, das Aussehen und Reaktionen auf verschiedene Ereignisse genau nachgeahmt werden.

Doch kann man sich so einen Klon auch in der Realität vorstellen? In der Wissenschaft gab es schon einige Klonversuche. Viele davon auch erfolgreich, wie zum Beispiel der von 1996. Das erste Mal ist es Biologen gelungen, einen Klonierungsverfahren abzuschließen: Dolly das Schaf.

Im Januar dieses Jahres wurden auch erstmals Javaneraffen in China durch das Klonen geboren. Das Primaten lebensfähig geklont wurden zeigt, dass das Verfahren große Fortschritte macht. Dieser Meinung ist auch Pu Mu Ming, der leitende Forscher von der chinesischen Akademie der Wissenschaften: „Beim Klonen von Primaten gibt es jetzt keine Hürden mehr, wenn wir Affen klonen können, können wir auch Menschen klonen. Dafür sehen wir allerdings keine Notwendigkeit. Auch ethische Fragen verbieten uns das.''

Denn die Debatte über das, was die Biowissenschaften zustande bringen und ob das alles moralisch und ethisch vertretbar ist, läuft weiter.

Von Lara Purkopp
Veröffentlicht am 15.04.2018

Lara Purkopp

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