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Hamburger Basketball - Erste Klasse

Die Hamburg Towers haben es endlich geschafft sich in die 1. Bundesliga zu werfen. Jetzt heißt es größere Hallen, mehr Zuschauer, Karten werden teuer. Die Hamburg Towers als Vorbild für den Sport in Hamburg.

Was waren das für spannende Sekunden als Tevonne Walker den ersten Freiwurf verwirft und den zweiten doch noch in den Korb trifft. Da lagen sogar die Nerven von den Profi-Basketball Spielern blank, als es um den Aufstieg ging. Die letzten Sekunden gehen runter und endlich ertönt das Zeichen. Das Spiel wird mit 72 zu 78 für die Hamburg Towers beendet. Aufstieg in die 1. Bundesliga. Die Niners Chemnitz sind raus. 

Eine Hervorragende Leistung von den Towers. Nun wird der Hamburger Basketball für mehr Aufsehen erregen und das in der schönen Stadt Hamburg. 

Der Manager Marvin Willoughby gab den Towers drei Jahre um aufzusteigen, denn er sprach damals: „Wir können nicht noch drei Jahre in der zweiten Liga bleiben. Wenn nichts passiert, ist irgendwann der Hype um unseren Verein vorbei.“ Die erste Saison lief nicht so schön für die Towers, denn da erreichten sie nur Rang zehn in der zweiten Bundesliga, nicht mal in die Ausscheidungsrunde schafften sie es. In der zweiten Saison war schon alles anders. Der Dreijahresplan ging schon nach zwei Jahren auf. Der Aufstieg für die Towers war zum Greifen nah. Die Towers traten gegen die eigentlichen Favoriten, Niners Chemnitz, an. Die Partie war dramatisch, aufregend und am Ende ergreifend. Der Aufstieg war für die Towers sicher. ENDLICH!

Man kann schon sagen, dass die Towers ein regelrechtes Vorbild in Sachen Sport sind. Der HSV dümpelt immer noch in der zweiten Bundesliga herum und verspielt jede Chance auf den Aufstieg. Sowie der FC St. Pauli wird wahrscheinlich für immer in der zweiten Liga herumlaufen. Ach ja, der HSV Handball kämpft in der zweiten Bundesliga um den Abstieg, nicht um den Aufstieg! 

Da ist man ja regelrecht froh, das wenigsten der Basketball alles richtig gemacht hat. Nun können wir uns auf Topspiele freuen und das sogar in der Barclaycard Arena im Volkspark. Aber natürlich nur gegen die Top-Gegner wie Alba, Bayern oder Bamberg. Die anderen Low-Gegner werden in die Inselparkhalle in Wilhelmsburg verfrachtet, die werden auch von den Towers mit links geschlagen. 

Klar wird noch, dass die Karten für die jeweiligen Spiele teurer werden. Wir müssen als Normalverbraucher unbedingt die Towers unterstützen und finanzieren. Als würden die Towers nicht schon genug Sponsoren haben oder zählen Zuschauer auch schon als Sponsoren? Da möchte wir aber jedes Mal in der ersten Reihe sitzen und gratis Champus trinken, wenn wir schon mehr für die Spiele bezahlen müssen. Das ist ja wohl klar. 

Und die Zuschauer die von Außerhalb kommen werden bitte nicht bevorzugt, denn wir als eingeschworene Fans der Towers waren von Anfang an dabei. Nur weil die Towers aufgestiegen sind und die Aufmerksamkeit auf sich lenken, muss nicht gleich der ganze Norden nach Hamburg ziehen, um bei den Towers mitzufiebern. Wahrscheinlich haben auch viele keine Ahnung worum es in diesen Sport überhaupt geht, denn jetzt wird es jedes Mal ein Spektakel, wenn die Towers spielen. 

Im großem und ganzen ist es nicht schlecht das in Hamburg ein Sport die Publicity auf sich lenkt. Da Hamburg seit längerem mit Abstiegen und Kritik im Sport zu kämpfen hat, ist das eine willkommene Abwechslung. Klar, freuen wir uns das unsere Stadt mit Basketball glänzen kann aber unsere Euphorie und Begeisterung, kann ganz schnell sinken sollten die Towers nicht das erzielen, was wir uns wünschen. Den ersten Platz in der ersten Bundesliga. 

Von Conny Hoppe
Veröffentlicht am 19.05.2019