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Hamburger lichtet analog New Yorks Ikonen ab.

Big Apple analog

Christian Brinkmann spielt bei seinen Aufnahmen besonders mit Licht und Schatten. (Foto:Linn Jäpel)
Die Galerie ist eine, von Brinkmann zusammengestellte Auswahl, seiner 13 New York Reisen. (Foto:Linn Jäpel)
(Foto:Linn Jäpel)
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(Foto:Linn Jäpel)
Christian Brinkmann spielt bei seinen Aufnahmen besonders mit Licht und Schatten. (Foto:Linn Jäpel)

Der Pressefotograf Christian Brinkmann lichtet seit 1992 analog die faszinierenden Motive New Yorks ab, eine Auswahl seiner Werke wird zur Zeit in Nissis Kunstkantine ausgestellt.

Traumstadt: New York

 

"I want to be a part of it, New York, New York", sang einst schon Frank Sinatra. Dass New York nach wie vor hoch im Kurs steht, bestätigen auch die Besucherzahlen der amerikanischen Metropole. Laut einer Statista Umfrage von 2015 liegt die niemals schlafende Stadt auf Platz 6 der beliebtesten Reiseziele. Damit lässt sie Singapur, Rom und Shanghai hinter sich. Um kaum eine Stadt ranken sich so viele Legenden wie um New York und seine Bewohner. Wer einmal dort war, der verliebt sich in das pulsierende Herz des Big Apple, heißt es.  Ähnlich ging es dem Wahl-Hamburger Christian Brinkmann. Er blickt seit 1992 regelmäßig durch die Kameralinse auf New York. Vielen ist der Pressefotograf, der u.a. für Airbus auf den Auslöser gedrückt hat, vor allem wegen seiner New York - Kalender bekannt. 

 

Analog durch den Big Apple

Immer im Gepäck bei seinen Reisen in die Weltmetropole: Eine analoge Hasselblad Kamera mit einem schwarz-weiß Film. Die Aufnahme mit der Hasselblad erfordert genaue Präzision und ein gutes Auge für den richtigen Bildaufbau, da keinerlei Nachbearbeitung am Computer stattfindet. Insbesondere in Zeiten, in denen viele Bilder häufig mehr Photoshop als Original sind, ein spannender Kontrast. Unter den Aufnahmen des Fotografen finden sich beliebte Motive wie das Chrysler Building oder die Freiheitsstatue, oftmals aus ungewohnten, neuen Perspektiven. Neben den bekannten Gebäuden finden sich aber auch Aufnahmen wie die der Schaufensterpuppen aus dem Prada Store. Das Bild mutet fast schon unheimlich an. Durch eine Fensterspiegelung kreiert Brinkmann aus dem Alltäglichen eine futuristische Szenerie. Ein Spiel aus Linien, Licht und Schatten. All seine Bilder wirken faszinierend und intensiv, trotz oder vielleicht auch gerade aufgrund mangelnder Farben.


Linien, Licht und Schatten

Der Fotograf selbst schwärmt vor allem für die spannenden Lichtverhältnisse. Diese entstehen durch die hohen Wolkenkratzer mit ihren scharfen Linien in Kombination mit einzelnen Sonnenstrahlen. Durch sie sei bei der analogen Aufnahme New Yorks Geduld gefragt. Er warte oft lang, bis die passende Lichtstimmung gegeben und das Foto im Kasten sei.

Ein Best-of dieser Geduld und Detailverliebtheit lässt sich in Nissis Kunstkantine (Am Dalmannkai 6) in der Hafencity betrachten. 23 Werke aus 13 Reisen im Quer- und Hochformat können, verteilt über das Café, bestaunt werden. Unser Tipp: Einen Kaffee und ein Stück Kuchen bestellen und die Bilder in der hellen Galerie auf sich wirken lassen. Wer sich dann entschließt, ein Stück New York mit nach Hause nehmen zu wollen, der kann die Bilder entweder vor Ort oder aber auch im Onlineshop erwerben. Noch bis zum 27. April stellt die Kunstgalerie Brinkmanns Fotografien aus, dann wechseln nach 6 Wochen die Exponate. 

 

 

 

 

 

Von Linn Maira Jäpel
Veröffentlicht am 04.04.2016