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Hamburg

Eine Uni direkt an der Elbe

Quelle: Facebook-Gruppe UE Campus Hamburg

Es ist nicht der Alexanderplatz oder der Ruhrpott. Es ist die Stadt des Nordens, wo „Moin“ viele verschiedene Bedeutungen hat. Es ist das nordisch-frische Hamburg.

Eine Uni in City-Nähe. Die Elbe direkt um die Ecke. Und kein Tag wie der andere. Der kleine Campus des Hamburger Standortes gliedert sich perfekt in die Szene vom Stadtteil Altona ein. Auf den vier Stockwerken des Gebäudes in der Museumsstraße sind nicht nur die UE beheimatet, sondern auch die BTK-ART&DESIGN Universität und Unternehmen wie NEXMO Solutions GmbH oder Trimagus GmbH. Aber das stört keinen. es ist genug Platz für alle da. Zumal die zwei Stockwerke, die fast komplett von der UE genutzt werden, mehr als genug sind für die 900 Studenten. Der Charme des Campus besteht aber nicht nur in seiner Größe, sondern auch in dem kleinen Innenhof der von einer Jahrhundertalten Eiche bewohnt wird. In den heißen Sommermonaten der perfekte Ort um in der Mittagspause oder den Freistunden draußen zu lernen oder einfach so das Wetter zu genießen.  

Oder es wird direkt in die City oder zu Elbe gefahren. Danke der Lage am Altonaer Bahnhof sind schnelle Ausflüge ganz leicht. Und nicht nur für die Pausen ist die Lage perfekt. Viele Studenten nutzen das Angebot unserer historischen Großstadt und suchen sich eine Arbeitsstelle in einem der vielen Unternehmen. Oftmals sind die Kontakte über die Professoren hier der schnellste Weg. Wozu schon Dozenten aus vielen Traditionsunternehmen in Hamburg haben, wenn sich der persönliche Kontakt nicht auch auf die Karriere erweitern lässt. Denn Hapag Lloyd, der NDR oder die Deutsche Presse Agentur sind nur wenige der starken Medienunternehmen in denen Studenten hervorragend in der Praxis lernen können. Kein Wunder, dass dann auch die vorgeschriebenen Praktika in einem dieser Unternehmen absolviert wird. Auf der anderen Seite sind nicht alle Karriere-erprobten Unternehmer geborene Dozenten. Denn oftmals kommt es vor, dass die Lehrenden die Themen der Veranstaltung nicht ausreichend vermitteln können oder das Ziel komplett verfehlen. Auch wenn es zum Teil in den Händen der Studenten liegt, sich ausreichend zu beteiligen, nachzufragen und vorzubereiten, so müssen die Dozenten auch auf die Bedürfnisse eingehen. Und nicht jeder sollte lehren. Wenn der Saal mit knapp 30 Studierenden nämlich bei vielen Themen nicht versteht worum es geht oder wenn die Theorien nicht richtig erklärt und vermittelt werden können, da ist es nicht überraschend, dass die Prüfung oftmals bis zum Drittversuch wiederholt werden muss. Dozenten müssen auch anhand ihrer Kompetenz zum Lehren ausgesucht werden, nicht nur anhand ihrer Erfahrung und Motivation. 

Für solche Probleme bietet der Hamburger Campus aber auch genug Unterstützung. Studenten die wirklich lernen wollen finden einen Weg. Sei es über die Aushänge in den Küchen, durch Nachfragen beim hilfsbereiten UE Personal oder einfach durch herumfragen unter den Kommilitonen. Der Zusammenhalt am Hamburger Campus ist immer wieder erstaunlich. Studiengang-übergreifend werden Lerngruppen gebildet oder auch einfach so Kontakte geknüpft und sich gegenseitig geholfen. Und für sowas ist ein Studium da. Zu allen Zeiten des Semesters sieht man Kleingruppen am Lernen oder Vorbereiten auf Prüfungsleistungen. Oder auch als Mitglieder der Ressorts zusammensitzen. Denn jeder braucht auch eine Lernpause. Und die Semester-Partys sind perfekt, sich abzulenken. Sei es das Bier-Pong-Turnier bei dem es tolle Gewinne gibt oder der Haspa-Spenden-Lauf zu dem das Hamburger Marketing Ressort aufruft. Neben den Ersti-Tagen gibt es jedes Semester verschiedene Veranstaltungen die durch unsere Hauseigenen Ressorts organisiert werden. Viele finden direkt auf dem Campus statt, aber wenige werden auch in Zusammenarbeit mit Clubs auf dem Kiez veranstaltet. Warum nicht die größte Partymeile nutzen? An sich hat der Hamburger Campus auch noch ein Radio, Tv und Print Ressort (welches eine eigene Zeitung herausbringt). Aber leider sieht man hier nur wenig Ergebnisse. Ob es einfach an fehlender Beteiligung oder zu viel Arbeitsaufwand während der Semester liegt, man weiß es nicht. Denn die Ressorts machen auf sich aufmerksam.

Allerdings gibt es auch immer wieder genug Möglichkeiten außerhalb des Uni-Alltags an interessanten Veranstaltungen teilzunehmen. Zum Beispiel an der jährlichen Social Media Week am Campus zu den auch alteingesessenen Agenturen wie die dpa kommen. Oder Studenten werden von Professoren auf neue Projekte aufmerksam gemacht. Sei es hierbei einfach nur eine Podiumsdiskussion mit dem Astronauten Alexander Gerst oder ein journalistisches Projekt des Goethe-Institut in Bukarest. Ein reger Alltag ist nicht immer nur am Campus zu sehen.   

Und nach einer tollen Fete kann man auch immer schnell nach Hause fahren. Ob ins Studentenwohnheim hinter dem Uni-Gebäude oder in die eigene Wohnung. Nur wenige bleiben zuhause wohnen. Warum auch nicht die Freiheiten des Studienlebens genießen. Dabei sind die Anfahrtszeiten so verschieden wie die Stadtteile. Aus allen Richtungen kommen die Studierenden, einige aus Süderelbe mit Anfahrtszeiten von mehr als 60 Minuten oder aus Pinneberg. Oder aber einige kommen mit dem Fahrrad von der Wohnung am Kiez. Hamburg ist aber wie jede Großstadt sehr teuer, daher ist eine Arbeitsstelle neben dem Studium essentiell. Und die finden sich nicht nur über die Professoren-Kontakte (welche eine Bewerbung doch sehr vereinfachen), sondern auch die verschiedene Job-Portale für Hamburger Studenten (zum Beispiel Stellenwerk.de). Oder es werden die Aushänge in den hauseigenen Küchen beachtet. Wer genau hinsieht, findet jede Woche neue Angebote für Jobs oder Praktika.    

Egal wie, Hamburgs UE-Studenten profitieren und beeinflussen den regen Alltag in der Großstadt. Denn wir nehmen nicht nur teil. Wir veranstalten und organisieren und wirken mit. Ob bei Auslandsprojekten oder Events im eigenen Stadtteil. Langweilig wird die Elbstadt nie. 

Von Ann Katrin Meier
Veröffentlicht am 10.05.2019