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Holzfällen extrem in Altona

Hier fliegen die Späne. „Stock Saw“: Von einen 40 Zentimeter dicken Stamm müssen zwei Scheiben (einmal aufwärts, einmal abwärts) abgesägt werden. Quelle: Hamburg.de

Späne, Splitter, Schweiß alles fliegt umher. Wenn die Profis bei der Stihl Timersports Champions Trophy loslegen gehen alle in Sicherheit.

Die einen suchen sich als Hobby das Fußballspielen, die anderen gehen zum Tennis. Der typische Normalo eben. Doch es gibt auch die andere Seite. Die Sportholzfäller. Doch was steckt dahinter? Bäume fällen und Baumstumpfe spalten bis die Hände blau sind? Nein, hier gehts um Kraft, Ausdauer und Präzision. 

 

Der Startschuss fällt, zwei Männer schlagen mit Ihren Äxten auf einen Baumstamm ein, als wenn es um ihr Leben ginge. Das geht es förmlich auch und zwar um eine der begehrtesten Trophäen im Sportholzfällen. Die STIHL Timbersports Champions Trophy lockte am vergangene Wochenende 1.200 Zuschauer ins ausverkaufte Cruise Center in Hamburg Altona.

 

Die Hafenkulisse wurde zum Showplatz einer wilden Holzschlacht. Aus acht Ländern kamen die besten Holzfäller nach Hamburg, um die Stihl Timbersports Champions Trophy zu gewinnen. Die deutsche Hoffnung und einer der größten Anwärter auf den Titel ist der achtfache nationale Meister Dirk Braun. Der zweifache Weltrekordhalter und hat sich für die Champions Trophy einiges vorgenommen: „Ich freue mich immer auf ein sportliches Kräftemessen mit so starken Konkurrenten – die sind mental und athletisch alle topfit. In diesem Jahr in Deutschland vor heimischem Publikum anzutreten, spornt mich besonders an.“

 

Der Wettkampf

 

Die Wettstreiter traten in vier Disziplinen gegen einander an. Ziel ist es, schneller zu sein als die anderen. Einmal verloren ist die Chance auf den Titel verspielt. Insgesamt vier Axt- und Sägedisziplinen werden ohne Unterbrechung hintereinander absolviert, nur wer im direkten Duell gewinnt, kommt eine Runde weiter.

 

Die Gewinner 

 

Der große Gewinner des Wochenendes in Hamburg ist der 39-jährige Australier Brad de Losa. Er setzte sich in packenden K.o. Duellen und im Finale gegen den kanadischen Stirling Hart durch. "Es ist eine große Ehre für mich, die Champions Trophy zu gewinnen - der Wettkampf ist einfach unglaublich hart. Ich habe vorher sehr viel trainiert und daher ist das jetzt eine große Genugtuung für mich,“ sagte der glückliche Gewinner kurz nach seinem Sieg.

Mit einer hervorragenden Zeit von nur 1:02,23 Minuten zerlegte er vier Baumstämme mit Axt und Säge zu Kleinholz. Jedoch nur meinem Vorsprung von 48 Hundertstelsekunden vor dem Kanadier.

Das zeigt wie knapp das Rennen um die Stihl Trophy bis in die letzten Sekunden des Turniers gewesen ist. Ebenfalls eine überragende Leistung zeigte Martin Komarek aus Tschechien der als dritt Platzierter das Podium betreten durfte.

Unsere deutsche Hoffnung Dirk Braun musste sich mit dem sechsten Platz zufrieden geben.

 

Nachwuchstalente

 

Die internationalen Nachwuchsathleten der STIHL TIMERSPORTS Series bestritten Ihr Turnier bereits schon am Samstag. Sie traten in der Rookie (Anfänger) Weltmeisterschaft gegeneinander an. Hier konnte sich der Schwede Ferry Svan gegen den Australier Blake Marsh und Kanadier George Williams. Ebenfalls waren auch Rookies aus den USA, Großbritannien, Deutschland der Schweiz und Frankreich am Start.

 

Nächstes Jahr findet die Stihl Timbersports Champions Trophy im Gewinnerland Australien statt. Bis dahin werden die Sägeblätter und Klingen geschärft, um wieder vorne mit dabei zu sein. 


Von Max Ziegler
Veröffentlicht am 21.05.2017