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Animal Crossing New Horizons – Eine Rezension

Reif für die Insel – wie Nintendo uns die Ausflucht bringt

Ob Animal Crossing New Horizons ein gutes Spiel ist, und warum es jetzt gerade zur richtigen Zeit kommt erfahrt ihr hier.

Eine Ausflucht auf eine einsamen Insel, was wünscht man sich, nachdem man mehrere Wochen in den eigenen vier Wänden eingesperrt war, mehr?

Als wären Sie Wahrsager, haben die Macher von Animal Crossing unsere Gebete erhört und uns eine Ausflucht in die Wildnis ermöglicht. Am 20. März hat Nintendo das Spiel Animal Crossing New Horizons herausgebracht. Dies ist bereit das fünfte Spiel der Reihe und viele Fans haben auf das Spiel für die Nintendo Switch bereits Wochen lang gewartet. Aber kann diese Neuauflage immer noch überzeugen?

 

Animal Crossing ist ein Life-Simulation-Game in dem man aus der dritten Person heraus eine verlassene Insel entdeckt. Das Spiel bietet die Möglichkeit die Insel Schritt für Schritt selbst zu gestalten. Man kann zusätzlich Angeln und Insekten fangen.

 

Dieses Animal Crossing ist anders als seine Vorgänger – so viel ist klar. Man kann von Beginn an mitgestalten, sich eine Insel aussuchen und sogar den eigenen Charakter optisch anpassen. Das Spiel führt ein mit dem „Reif-für-die-Insel-Paket“ womit sich Dank Corona  momentan sicherlich viele Spieler identifizieren können. Auf der einsamen Insel angekommen liegt es an dem Spieler, die Infrastruktur auszubauen und zu entscheiden wo welches Zelt aufgestellt wird. Hier haben sich die Macher im Vergleich zu den bisherigen Spielen die Wünsche ihrer Fans wahrlich ans Herz gelegt: Die Möglichkeit endlich selbst zu entscheiden wo jemand wohnt, wo der Laden steht oder sogar ein Museum aufgebaut wird.

 

Ganz neu ist hierbei auch die Möglichkeit Werkzeug, Möbel und vieles mehr mit den Materialien der eigenen Insel herzustellen. Dieses Feature bietet dem Spiel nun ganz andere Möglichkeiten als den Vorgängern und bringt dem Nutzer auch gerne ein paar Sternis (die In-Game-Währung). Es kommt aber auch mit einem Nachteil. Die Werkzeuge die man in diesem Spiel herstellt sind zerbrechlich. Das heißt nach einer Weile gehen Sie, wie manche unsere Alltagsgegenstände auch, kaputt.

Auch wenn mir die Sorge aufkam, dass dieses Feature sich negativ auf den Game-Flow auswirken würde, war diese völlig unberechtigt. Meiner Meinung nach ergeben sich dadurch immer mehr Möglichkeiten das Spiel weiter zu entwickeln und machen es somit umfangreicher und spannender.

 

Was in dem neuen Spiel auch angenehm wirkt, ist die Möglichkeit die eigene Insel kurzzeitig zu verlassen, nicht nur um Freunde zu besuchen, sondern sog. Meileninseln zu entdecken. Das Prinzip ist primär kapitalistisch – hinfahren, Ressourcen ausschlachten, aber auch neue Spezies entdecken und neue Charaktere antreffen (diese können übrigens auch auf die eigene Insel ziehen).

 

Für mich ist der neue Gestaltungsfaktor, sowie die neue Storyline definitiv ein großes Pro. Auch wenn die Geschichte wie bei den bisherigen Spielen gleich geblieben ist, fesselt sie trotzdem weiterhin Fans, sowie neue Kunden. Wer bisher von der Spielreihe nicht überzeugt war, wird dies wahrscheinlich als großes Con ansehen.

 

Für mich ist das Spiel immer noch ein Nintendo-Klassiker und bekommt gut verdiente 5/5 Sternen.

 

 

Von Lea Pölkow
Veröffentlicht am 21.04.2020