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Hamburg

„Theater der Welt“ zeigt Vielfalt in allen Formen

Bühneninszenierung des chinesischen Künstlers Tianzhuo Chen, Foto: theaterderwelt.de

Vom 25. Mai bis zum 11. Juni treffen zahlreiche internationale Künstler beim „Theater der Welt“ in Hamburg aufeinander.

Der Hamburger Hafen – kein Ort präsentiert das Zentrum der Hansestadt besser als dieser. Kleine und große Schiffe fahren ein und aus, werden beladen und entladen und transportieren wichtige Waren bis ans andere Ende der Welt. Und der Hafen ist noch viel mehr, nämlich eine Begegnungsstätte für Menschen aller Nationen. So treffen Touristen aus allen Ländern der Welt an diesem Ort aufeinander, um gemeinsam das hektische Treiben und die großen Pötte im Wasser zu beobachten. So wird der Hafen zu einem Ort des Austauschs und der Vielfalt.

Der Hafen als Programmschwerpunkt

Aus diesem Grund hat sich das „Theater der Welt“, das in diesem Jahr in Hamburg stattfindet, den Hafen als zentrales Thema ausgesucht. Dieser ist zugleich der Spielort als auch die Denkfigur der vielfältigen Darbietungen der verschiedenen Künstler. Als Symbol für Ankunft und Aufbruch und als Umschlagsplatz für den weltweiten Verkehr von Menschen, Ideen und Waren eignet sich der Hafen besonders gut als Motto für das „Theater der Welt“. „Der Hafen als Ort des interkulturellen Austausches und der Verständigung könnte als Programmschwerpunkt nicht besser gewählt sein“, so Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda.

Weltoffenheit als Botschaft                            

Vom 25. Mai bis zum 11. Juni findet nun schon die 15. Ausgabe des „Theater der Welt“ statt. Das Festival ist schon zum dritten Mal in Hamburg und eines der größten Festivals, das bis jetzt in Hamburg stattgefunden hat. Eröffnet wurde das Festival dieses Jahr am 25. Mai durch Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz. Die Vielfalt der gebotenen Kulturen und Künste soll den Glauben an eine weltoffene Gesellschaft zeigen. So ist das „Theater der Welt“ das Gegenmodell zum gegenwärtigen Zeitgeist von Nationalisierung und gegenseitiger Abschottung.   „Das Festival ‚Theater der Welt‘ zeigt uns die Vielfalt des zeitgenössischen Theaters, mit einem Programm, das gleich in mehrfacher Hinsicht Grenzen überschreitet: Grenzen von Genres und Sparten, Grenzen von Ländern und Regionen, Grenzen von Kunst und Kultur zu dem, was vermeintlich außerhalb dessen steht. Das Festival lädt die Welt ein, nach Hamburg zu kommen und uns zu zeigen, was sie bewegt, was wichtig ist, was uns vielleicht trennt, aber auch, was uns verbindet“, erklärt Brosda.

Ein vielfältiges Programm

Auf dem Festival werden insgesamt 45 internationale Produktionen aus allen Kontinenten gezeigt. Darunter fallen alle Formen von Theater, so zum Beispiel Schauspiel, Performance, Tanztheater, Musiktheater, inszenierte Konzerte und Installationen. 27 dieser Produktionen werden Ur- und Erstaufführungen sein. Ergänzt wird das bunte Programm durch Gastspiele und Eigenproduktionen des Thalia Theaters und des Kampnagels. So wird ein vielfältiges Spektrum der weltweiten Theaterentwicklungen dargestellt. Bespielt wird das Areal um den Baakenhöft in der HafenCity mit dem Kakaospeicher am ehemaligen Afrikaterminal, dem Schiff MS Stubnitz, dem Thalia Zelt und dem Festivalzentrum HAVEN. Darüber hinaus sind die Elbphilharmonie, der Kulturort Oberhafen, verschiedene Orte in der HafenCity und auch einige Wasserwege Locations des Festivals.

So ist dafür gesorgt, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Und so wird das „Festival der Welt“ eine Begegnungsstätte für Groß und Klein aus allen Ländern der Welt sein. Noch wichtiger wird es, Toleranz gegenüber dem Unbekannten zu zeigen, um den zentralen Gedanken des Festivals – nämlich der Weltoffenheit – wirklich ausleben zu können. 

Von Karen Hackmack
Veröffentlicht am 29.05.2017