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Lebensmittel online bestellen

Wocheneinkauf bequem von der Couch

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Rewe Lieferservice, Amazon Fresh & Co. Das Angebot an Lebensmitteln im Internet steigt.

Wieder ist ein Jahr vergangen und die Geburtstagsparty steht bereits vor der Tür. Die Einladungen sind bereits raus, das Outfit ist geplant, fehlt eigentlich nur noch der Einkauf. Doch dafür ist wie immer so wenig Zeit. Ausgerechnet in dieser Woche bittet der Chef länger zu machen und das Auto streikt natürlich auch noch. Wie sollen denn so noch die ganzen Einkäufe erledigt werden?

Der Online-Handel boomt seit Jahren und auch die Bestellung von Lebensmitteln von der Couch aus, steigen. Wer es genau beobachtet, dem fällt auf, dass immer mehr Supermärkte neben dem Einkaufserlebnis vor Ort einen Lieferservice anbieten. Doch nicht nur Supermärkte oder Discounter. Auch beispielsweise der Online-Riese Amazon macht es möglich und bietet Prime-Mitgliedern für 9,99€ im Monat und ab einem Mindestbestellwert von 40€ eine unbegrenzte Anzahl an Gratis-Lieferungen.

Vielen Menschen scheint dieses Konzept zu gefallen und stehen der Möglichkeit offen gegenüber, den Wocheneinkauf bequem von zu Hause zu erledigen. "Wir Deutschen zeigen uns in Bezug auf Neues nicht selten eher zurückhaltend, es ist schön zu sehen, dass es auch anders geht", sagt BVDW-Vizepräsident Achim Himmelreich der W&V.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft hat Kantar TNS beauftragt 1050 Menschen zu diesem Thema zu befragen. Das Ergebnis:

Ein Drittel der Bundesbürger hat den Lebensmitteleinkauf schon einmal online erledigt und ist bereit dies erneut zu tun.

 "Dabei ist der Lebensmitteleinkauf nicht selten eine Art Ritual und folgt einem festen Ablauf. Offenbar wiegen die Vorteile des Online-Kaufs schwer, wenn wir uns trotz fester Gewohnheiten derart offen gegenüber dieser Alternative zeigen.", so Himmelreich.

Die Vorteile liegen laut BVDW-Umfrage darin, jederzeit bestellen zu können (60 Prozent) oder aber dass ihnen das tragen erspart bleibt (55 Prozent).

Für Leute, die über kein eigenes Auto verfügen und bei denen der Supermarkt nicht um die Ecke ist, eignet sich so das Konzept des Online-Shoppings. 32% der Befragten einer Studie haben zwar noch nicht online Lebensmittel eingekauft, können sich aber vorstellen, es zu probieren.

Viele erhoffen sich durch die Vorabbestellung eine Zeitersparnis. Doch es ist nicht immer so leicht, sich schnell die gewünschten Produkte zusammenzusuchen. „Als wir das damals ausprobiert haben, war es echt unübersichtlich, jedes einzelne Produkt rauszusuchen. Außerdem haben die Anbieter, wenn das spezielle Produkt nicht vorhanden war, das mit etwas Anderem ausgetauscht. Das kriegt man dann zwar am Abend zuvor gesagt aber wir hatten das glaube ich nicht mehr angeschaut und uns dann gewundert warum die Hälfte fehlt oder ersetzt wurde'', meint Isabell auf Nachfrage.

Es ist dann eben wohl doch nicht mit ein, zwei Klicks erledigt.

Auch für Marcel kommt die Online-Bestellung nur eher bedingt in Frage: „An sich eine super Idee aber 40€ Mindestbestellwert ist für Studenten echt teuer und wenn der nächste Supermarkt nah ist, gehe ich da auch lieber selbst hin. Ist auch schonender für die Umwelt.'' Tatsächlich fällt bei all den Angeboten auf, dass es einen Mindestbestellwert gibt. Für einen Studenten ist dieser mit beispielsweise 40€ sehr hoch. Für eine Familie hingegen kann es sich lohnen, da der Betrag schnell erreicht ist und mehr Produkte benötigt werden. Die Entwicklung bleibt abzuwarten, aber vielleicht wird diese Lücke demnächst von einem der Anbieter gefüllt und es gibt schon bald auch ein spezielles Angebot für Studenten.

 

Von Anna-Lena Bußmann
Veröffentlicht am 16.04.2018