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Abgesagt: Das 42. Alstervergnügen 2018

Das 42. Alstervergnügen 2018 wegen Kostenfaktor Terror abgesagt

Hamburgs größtes Sommerfest rund um die Binnenalster fällt ins Wasser! Das Alstervergnügen gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen in Hamburg. Doch nun das Aus: Wegen gestiegener Kosten für Terrorschutz-Maßnahmen.

Das Alstervergnügen ist eines der beliebtesten Sommerfeste der Hamburger.

Seit 1976 wird es jedes Jahr an vier Tagen gegen Ende August/Anfang September rund um die Binnenalster veranstaltet.

Jedes Jahr können sich die Besucher auf eine ganze Reihe von Aktivitäten rund um die Alster freuen:

Unterhaltungsprogramm auf verschiedenen Bühnen, ein Riesenrad, spannende Shows auf dem Wasser und faszinierende Feuerwerke, die den Himmel über der Alster in bunten Farben aufleuchten lassen.

An diesen vier Tagen wird ein großes Spektakel von mehr als 500 nationalen und internationalen Sportlern, Künstlern und Akrobaten dargeboten.

Doch nun wurde das Alstervergnügen für das Jahr 2018 (30. August - 2. September) abgesagt, weil sich die Stadt Hamburg mit ihrer Entscheidung für einen Teil der Kosten aufzukommen sehr viel Zeit ließ.

Aufgrund der enorm gestiegenen Kosten im Jahr 2017, hat der Veranstalter RSW GmbH ein Schreiben mit einer Absage an alle Vertragspartner geschickt.

Ebenfalls wurden die hohen Kostenbeteiligungen an den Terrorabwehrmaßnahmen erwähnt, diese bilden einen nicht kalkulierbaren Faktor, so der Veranstalter.

Mehr als 50.000 Euro sollen (Quelle: „NDR“) für wassergefüllte Tanks,Lkw-Sperren aus Beton und Poller ausgegeben worden seien.

Zwar hatte die Stadt zwischenzeitlich Gesprächsbereitschaft angedeutet, ,,doch für dieses Jahr war das zu spät", so Britta Wilkens, Sprecherin der RSW Veranstaltungs GmbH. 

Großsponsoren vergeben ihr Geld spätestens zum Ende eines Jahres. Es sei illusorisch, nun so kurzfristig noch einen Großsponsor zu akquirieren.

Inzwischen haben sich Wirtschaftsbehörde, Innenbehörde, der Schaustellerverband und der Bezirk Mitte auf ein Sicherheitskonzept für Großveranstaltungen in Hamburg und die Übernahme der damit verbundenen Kosten geeinigt. 

,,An Sicherheitskosten soll eine Veranstaltung nicht scheitern", sagt Frank Reschreiter, Sprecher der Innenbehörde. 

Man hat sich auch darauf verständigt, dass für Flächen, auf denen regelmäßig Großveranstaltungen stattfinden, wie etwa das Heiligengeistfeld, der Rathausmarkt und der Jungfernstieg, die Kosten für Terrorabwehr in die städtebaulichen Maßnahmen einfließe.

Denkbar seien versenkbare Poller oder ähnliche Schutzmaßnahmen.

Das Bezirksamt Mitte wird zeitnah 400 Betonquader anschaffen und Veranstaltern, wie der RSW Veranstaltungs GmbH kostenfrei zur Verfügung stellen, diese zum Veranstaltungsort transportieren und dort aufstellen.

,,Wir freuen uns, dass die Verantwortlichen die Brisanz der Lage erkannt haben", so Helmut Schultze, Geschäftsführer der RSW Veranstaltungs GmbH.

,,Auf dieser Basis können wir jetzt planen." Laut Sprecherin Britta Wilkens habe man mit der Sponsorenakquise für das Alstervergnügen 2019 begonnen.

Von Timmo Woyczechowski
Veröffentlicht am 22.04.2018