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Studentenprojekt lockt mit Reisefieber

In 7 Tagen ohne Geld um die Welt

Das Ziel: Amsterdam in sieben Tagen erreichen. Und das nur mit Backpack, Reisepass und Red Bull Dosen als Währung. Am 10. April startete das Studentenprojekt Red Bull - Can you make it.

Das Studentenprojekt schickt 200 Dreier-Teams an Studenten aus rund 60 verschiedenen Ländern um den ganzen Globus. Das Ziel in diesem Jahr ist es, innerhalb von sieben Tagen Amsterdam zu erreichen.

Doch zuallererst ging es in die Bewerbungsphase. Die erste Voraussetzung: „Bringe ein Team aus drei Freunden zusammen… jedes Teammitglied (muss) ein eingeschriebener Student im Alter von mindestens 18 Jahren sein und in seinem Land nicht als minderjährig gelten.'' In einem einminütigen Video sollten die Studenten dann begründen, „warum gerade euer Team'' das Richtige ist. 

Die Startpunkte der Challenge, zu denen die Studentengeflogen wurden, waren in ganz Europa verteilt. Von jeweils Manchester, Madrid, Rom, Stockholm oder Budapest ging es am 10. April los. Von dort an reisten die Studenten auf ihren eigenen Routen. Ihre Währung: die Red Bull Dosen. Diese konnten sie gegen notwendige Dinge wie Essen, ein Dach über dem Kopf oder ein Bahnticket eintauschen.

52 Checkpoints in ganz Europa mit Challenges, die es zu bewältigen gab, warteten zusätzlich auf die Studenten. In Deutschland waren Checkpoints in Köln, Heidelberg, Leipzig, München, Nürnberg, Oldenburg und auch in Hamburg aufgebaut. In Hamburg fand eine Challenge in der Bullerei von Tim Mälzer statt. In einer Art „Kitchen Impossible'' mussten die Teams ihre Kochkünste beweisen. Bei erfolgreicher Absolvierung der Challenge bekam das Team neue Red Bull Dosen, also eine Erhöhung ihres Budgets. Auf ihrer Reise Richtung Amsterdam müssen sie mindestens sechs Checkpoints besucht haben. Zusätzlich können sich die Abenteurer zusätzliche Punkte verdienen durch sogenannte „Adventure List Challenges''. Diese Aufgaben stellen eine Mischung aus „Schnitzeljagd und Bucket List“ dar, so die Website zum Studentenprojekt.

In Amsterdam wartet der Preis auf das Gewinnerteam. Doch „der wahre Gewinn für die Teams sind, die gesammelten Erfahrungen und Erinnerungen, die sie während der Reise ihres Lebens gemacht haben'', so Red Bull. Dem stimmt auch Alex Stadel zu, Mitorganisator des Standortes Hamburg: „Die Challenges sind Dinge, die man ansonsten so nie machen oder erleben würde.'' An viel Schlaf war für ihn in den sieben Tagen nicht zu denken, jeden Tag kamen neue Teams an, die versuchten, die Challenge Hamburg zu bewältigen. Ob das Team aus Österreich, das spontan bei ihm übernachtete oder die Studentinnen aus Estland, die bei gefühlten 5 Grad draußen in die Elbe sprangen. „Man lernt unglaublich viele Menschen kennen und das ist den ganzen Aufwand auf jeden Fall wert!“

Von Jennifer Fiene
Veröffentlicht am 16.04.2018