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Schießerei an US-Universität

Quelle: www.pexels.com

Am 30. April fand an der University of North Carolina eine Schießerei statt, bei der zwei Menschen starben und vier schwer verletzt wurden.

„Rennt, versteckt euch, kämpft." So warnte die University of North Carolina ihre Studenten um kurz vor sechs vor der begonnenen Schießerei auf Twitter.

Gestern Nachmittag fielen an der UNC Schüsse. Zwei Studenten sind gestorben, vier andere verletzt. Während einer Präsentationsprüfung kam der Täter Berichten zufolge in den Raum und fing an zu schießen. 

„Schüler sollten keine Angst um ihr Leben haben, wenn sie auf unserem Campus sind. Eltern sollten sich keine Sorgen um ihre Kinder machen müssen, wenn sie sie zur Schule schicken. Diese Gewalt muss ein Ende haben.“ So äußerte sich Roy Cooper, der Gouverneur des US-Bundesstaats North Carolina über die Schießerei an der University of North Carolina.

Die Bürgermeisterin von Charlotte schrieb auf Twitter, sie wäre „schockiert“ und sprach allen Familien der Betroffenen ihr Beileid aus. 

Da die Sicherheitskräfte so schnell handelten, konnten viele Leben gerettet und Schlimmeres verhindert werden. Die Polizei hat den Täter, Trystan Andrew Terrell, schnell gefasst. Laut Polizeisprecherin Sandy D’Elosua handelte der 22-jährige allein. Er verließ die Uni Anfang dieses Semesters und kehrte nun, am letzten Tag der Vorlesungen, zurück.

In den USA sind solche Schießereien an Schulen und Universitäten keine Seltenheit. Da die Waffenlobby, die NRA, so viel Macht besitzt und auch Präsident Trump das „Second Ammendment“, welches das Recht auf Besitz und Tragen von Waffen ermöglicht und seit 1791 existiert, nicht ablehnt, wird sich wohl auch in naher Zukunft daran nichts ändern.

Täglich sterben 90 Amerikaner aufgrund von Waffen, davon neun Kinder, die aus Versehen in Berührung mit den tödlichen Geräten kommen.

Doch trotzdem wird von den meisten Amerikanern nicht das Gesetz als Problem angesehen. Viele wünschen sich zwar gründlichere „Background Checks“, also dass beim Kauf einer Waffe gründlichere Untersuchungen der mentalen Stabilität des Käufers herausgefunden werden, aber das wird das Problem nicht beheben.

Die US-Amerikaner könnten sich ein Beispiel an den Australiern nehmen. Dort herrschten bis 1996 ähnliche Gesetze wie in den USA. Doch nach einem Amoklauf, wo 35 Menschen starben, wurden die Gesetze verschärft und daraufhin halbierte sich die Zahl der Todesfälle durch Schusswaffen.

Die Bewegung des „March for our Lives“, welche 2018 nach einigen Schießereien an Schulen die Nation bewegte, hat leider bis jetzt noch nicht den erhofften Einfluss gehabt. Auch wenn Emma Gonzales, das Mädchen das die Bewegung ins Leben gerufen hat und die Menschen mit ihrer Rede zu Tränen rührte, noch immer aktiv ist, ist in den Medien davon leider nichts mehr zu hören.

Stattdessen möchte Trump die Lehrer nun mit Waffen ausstatten, um mehr Sicherheit für die Schüler zu gewähren.

Aber man kann Krieg nicht mit Krieg bekämpfen. 

Von Shiva
 Oskui
Veröffentlicht am 01.05.2019