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Finanzen

Studieren – aber wie finanzieren?!

Quelle: Pixabay

Studieren ist mal mehr, mal weniger teuer. Universitäten, die Städte und alle Lebensunterhaltskosten sind unterschiedlich hoch. Aber dennoch teilen Studenten überall dieselben Probleme: wie lässt sich alles finanzieren?

Ein Großteil der Studenten ziehen zum Studienbeginn bei den Eltern aus. Manche ziehen sogar in eine andere Stadt. Über 110.000 Studenten in Deutschland besuchen private Universitäten oder Hochschulen. Gerade diese Bildungsstätten sind teuer. 

Das Leben in Großstädten ist nicht günstig. Selbst wenn immer auf Sparangebote und Rabatte geachtet wird. Für Studenten gibt es bei Freizeitbeschäftigungen fast überall vergünstigte Preise. Trotzdem kommen am Ende des Monats höhere Summen zusammen, wenn man kein Couch Potato ist. Aber auch wenn Studenten in kostengünstigere Bezirke und Städte ziehen, stehen sie dennoch vor ähnlichen Kosten und Finanzierungsprobleme. Denn als Student zu arbeiten hat nicht alle der berühmten Vorteile. Es hat teilweise auch Nachteile und viele Hürden die bewältigt werden müssen. 

Erster Punkt ist der Lohn. Je nach Fachbereich und Anstellungsart können Studenten zwischen dem Mindestlohn und häufig bis zu 16€ verdienen. Arbeitsstellen in Firmen und bestimmten Fachbereichen sind dabei deutlich besser bezahlt. Zusätzlich sind diese Stellen auch von Vorteil fürs Studium, da bereits Erfahrungen im facheigenen Sektor gesammelt werden. Die Stunden sich auch verführend. Als Werkstudent sind die wöchentlichen Arbeitsstunden auf maximal 20 Stunden begrenzt. Studenten, die viel Zeit neben der Lehre haben können sich freuen, aber diejenigen die fast jeden Tag Vorlesungen und Veranstaltungen haben stehen vor einem Problem. Ein normaler Arbeitstag geht von 8-17 Uhr, häufig liegen auch die Vorlesungen in dieser Zeit. Da fällt es schwer Studium und Arbeit aufeinander abzustimmen. Hinzu kommt, dass die Unternehmen die 20 Stunden so viel wie möglich ausnutzen möchten. Für die Firmen sind Studenten im Vergleich zu Festangestellten eine kostengünstige Alternative. Diese Arbeitszeiten wären also knapp 2,5 Arbeitstage. Gewissenhafte Studenten mit vielen Vorlesungen stehen vor einem beinahe unmöglichen Unterfangen. Zeit ist nur eines der Probleme als Werkstudent zu arbeiten. 

Steuern ist das nächste große Problem vor dem Werkstudenten stehen. Denn sobald nicht mehr der Minijob zum geldverdienen genutzt wird, fallen Steuern an. Je nach Anstellungsart sind diese unterschiedlich hoch, aber sie fallen immer an. Ob als Midijob, Teilzeit-Angestellte oder Werkstudenten, je höher der Lohn, desto höher die Steuern. Und dann muss auch eine Steuererklärung abgegeben werden. Aber mal ehrlich, wer weiß schon wirklich wie das geht? Es müssen viel Angaben gemacht werden und ein Riesenhaufen an Belegen beigefügt werden. An dieser Stelle sollte aber nicht der Kopf hängen gelassen werden und erst recht nicht vom Aufwand abschrecken lassen. Denn Studenten profitieren auch hier von ihrem Sonderstatus. Nach neusten Regelungen können Steuererklärungen für Studenten mit einer Dauer von höchsten 7 Jahren rückwirkend eingereicht werden. Und dann gibt es in vielen Fällen immer noch Geld zurück. Denn für Studenten gibt es die Lohnsteuer teilweise zurück. Je nach Arbeitszeit kann das auf eine höhere Summe hinauslaufen. Die 30 Minuten können an einem langweiligen Abend schon mal aufgebracht werden. Jedoch gelten diese Fälle nur für Studenten mit anderen Anstellungen als Minijobs. 

Gegebene Alternativen zu Werkstudenten oder Minijobs gibt es aber nur wenige. Als Student ist eine Vollzeit-Stelle nicht möglich, welches nur noch die Midijobs (zwischen 450€ und 850€) und Teilzeit-Stellen offenlässt. Diese kommen mit den Arbeitszeiten den Anforderungen des Studiums entgegen, da es sich nur um 80-90 Stunden im Monat handelt. Für Studenten mit keinem überfüllten Vorlesungskalender lässt sich hier gut verdienen mit vergleichsweise geringeren Steuern. Und ab diesem Jahr kann sich noch mehr gefreut werden: Midijobs können ab dem 01. Juli einen Höchstverdienst von 1.300€ vorzeigen. Bis dahin bleibt es noch bei 850€. Gerade für die Semesterpause sind diese Stellen nützlich. Wer auf die volle Summe kommen möchte, muss dafür bis zu 140 Stunden aufwenden. Aber die sind ganz schnell gesammelt und dann bleibt trotzdem noch genug Zeit im Monat die Ferien zu genießen. Nach der Änderung ist also die perfekte Alternative. 

Von Ann Katrin Meier
Veröffentlicht am 10.05.2019