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Glaube

Uns schickt der Himmel!

Quelle: www.72stunden.de

Die letzten Vorbereitungen für die bundesweite 72-Stunden-Sozialaktion des Bund Deutscher katholischer Jugend (BDKJ) ist in vollem Gange. Tausende junge Christen sind auch diesmal dabei. Was reizt Jugendliche 72 Stunden für ein Projekt zu investieren?

„Ich finde es toll, dass der BDKJ Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene dazu bringt, sich für andere einzusetzen. Damit tragen alle Beteiligten zu einem sozialen Niedersachsen bei, das auch vom Engagement vieler jungen Ehrenamtlichen lebt.“ Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil zeigt sich beim BDKJ begeistert über die Aktion.

 

Ein neues Klettergerüst für den Ort, Partnerschaften zu Asylunterkünften entwickeln oder Nachbarschaftstreffen organisieren. Dies sind nur einige der umgesetzten Projekte der letzten 72-Stunden-Aktion im Jahr 2013. Damals nahmen 170.000 Jugendliche in mehr als 4.000 Projektgruppen aktiv an dem Event teil. Und auch dieses Jahr heißt es ab dem 23. Mai „Uns schickt der Himmel.“ Denn dann beginnt sie, die neue 72-Stunden Aktion.

 

Das Mammutprojekt in 72-Stunden etwas auf die Beine zu stellen wird die Jugendlichen herausfordern. Dennoch sind sie guter Dinge und positiv gestimmt, diese Aufgabe zu bewältigen.

 

Die Vorbereitungen laufen

 

„Ein tolles Erlebnis war sicherlich der TV-Gottesdienst am 17. März in Münster. Da kamen aus ganz Deutschland Menschen zusammen um einen Gottesdienst zu feiern, der ganz im Zeichen der 72-Stunden-Aktion stand. Und neben einem tollen Gottesdienst haben wir da alle gemerkt…jetzt geht’s los“, schwärmt der Projektreferent der 72-Stunden-Aktion Jonas Zink aus Düsseldorf.

 

Viele jungen Christen aus dem Bistum Hildesheim sind dem Aufruf von Bischof Heiner Wilmer aus Hildesheim gefolgt. Beim BDKJ sagte er: „ Bei der 72-Stunden Sozialaktion können jungen Menschen ein starkes Zeichen der Nächstenliebe und des Engagements setzten. Ich rufe all unsere Pfarreien und Verbände zur Beteiligung auf.“ Andreas Braun, katholischer Pfarrer und BDKJ Diözesanpäses in Hildesheim ergänzt: „Das wir als katholische Christen, aber auch in ökumenischer Verbundenheit etwas gestalten wollen und das wir auch ein Statement geben, politisch, sozial, dass wir uns einsetzten das diese Welt ein Stückchen besser wird.“

 

Gesagt getan! Auch die katholische Jugend der St. Petrus Gemeinde aus Buchholz in der Nordheide stellt eine Projektgruppe für dieses Jahr auf. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen, die Jugendliche tauschen sich aus, sie diskutieren miteinander. Was sind Themen die wichtig sind? Was ist umsetzbar? Schnell kristallisiert sich das Thema Nachhaltigkeit heraus.

„Da Nachhaltigkeit auch in Zukunft an Bedeutung gewinnt, finde ich es wichtig, dass wir uns selber damit auseinandersetzten, um anderen Leuten zu zeigen, wie man die Umwelt verbessern kann“, schwärmt Anton und ist voller Vorfreude. Für Martin ist klar: „Ich mache mit, um mehr über die ökologische Landwirtschaft und gesunde Ernährung zu erfahren.“

 

Realisation des Projektes

 

Seit dem 23. Mai steht das Thema der jungen Gläubigen aus Buchholz fest. Um das Thema der Nachhaltigkeit gut herauszuarbeiten, besuchte die Gruppe verschiedene Veranstaltungen. Ob bei der „Fridays for Future“ Demo in Buchholz, dem Besuch eines Unverpackladens in Hamburg oder einem Rundgang auf dem Biohof Hermannshof in der Nähe von Tostedt.

 

Mit dem Thema will die Gruppe allen Interessierten zeigen, dass es geht, nachhaltig und umweltschonend zu leben. Dazu dokumentierten sie die kompletten Tage mit Kameras und einem eigenen Blog auf der Internetseite der katholischen Pfarrei St. Petrus.

 

Bei dem Selbstversuch sich mit Zahnputztabletten die Zähne zu putzen bringt es Aaron auf den Punkt: „Es war zuerst komisch erstmal auf eine Tablette zu beißen, aber es war danach wie normales Zähneputzen.“ Für Patricia war die ganze Aktion ein großartiger Erfolg: „Ich fand es gut. Besonders das Nachhaltigkeitsquiz von Rebecca fand ich sehr interessant.“ Und Rebecca ergänzt: „Nach so einer Aktion nerven einen die ganzen SUV’s in der Stadt nur noch mehr.“

 

Bei allem Positiven stellt der Landwirt des Hermannhofs, Stefan Peters, klar: „Ein generelles Problem in der Landwirtschaft ist der hohe Plastikverbrauch.“ Daher würde er seinem Hof in punkto Nachhaltigkeit, auf einer Skala zwischen eins bis zehn, eine sechs bis sieben geben.


Ein Highlight war der Besuch des Weihbischofs Nikolaus Schwerdtfeger, des BDKJ Diözesanpäses Andreas Braun und des BDKJ Doözesanvorsitzenden Johannes Lehmann. Sie zeigten sich sehr interessiert und lobten die Jugendlichen für ihren Einsatz und die Auswahl ihres Projektes. Und auch der katholische Pfarrer Oliver Holzborn fand lobende Worte für die Gruppe:

Ich möchte euch allen von Herzen danken - es war eine großartige 72-Stunden-Aktion."

 

Den Abschluss der Aktion bildetet am Sonntag eine große „Schnibbelparty“ auf dem Kirchengelände.

 

Alle Infos rund um die 72-Stunden-Aktion der Buchholzer Gruppe gibt es unter:

 

https://www.pfarrei-st-petrus.de/unsere-veranstaltungen/72h-aktion-72hsustainability/

 

Von Simon Rieckmann
Veröffentlicht am 26.05.2019